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Tierhaltung

Die Tierhaltung umfasst die verantwortungsvolle Unterbringung, Pflege und Überwachung von Tieren mit dem Ziel, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden dauerhaft sicherzustellen. Dazu gehören eine art- und bedarfsgerechte Umgebung (z.B. Klima, Platz, Strukturierung und Rückzugsmöglichkeiten), eine adäquate Fütterung und Wasserversorgung, Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen sowie eine regelmäßige tierärztliche und tierpflegerische Kontrolle. In der Versuchstierhaltung steht zusätzlich die konsequente Umsetzung des 3R-Prinzips (Replace, Reduce, Refine) im Mittelpunkt, um Belastungen zu minimieren und gleichzeitig verlässliche, reproduzierbare Bedingungen für Forschung und Diagnostik zu gewährleisten.

Kontrolle

Die Tierhaltungen der ZTL unterstehen der Kontrolle durch das Umweltamt der Stadt Regensburg (externer Link, öffnet neues Fenster). Für die Zucht und Haltung von Versuchstieren ist eine behördliche Erlaubnis gemäß § 11 Tierschutzgesetz erforderlich. In diesem Zuge werden regelmäßig Vor-Ort-Kontrollen durch die Veterinäre des Umweltamtes durchgeführt, wovon ein wesentlicher Teil unangekündigt stattfindet.

Team

Gemäß den rechtlichen Vorgaben muss jeden Tag eine Kontrolle der Tiere erfolgen. Das bedeutet, dass an 365 Tagen im Jahr Tierpflegende und/oder Tierärzte vor Ort sind, die das Wohlbefinden der Tiere überprüfen und die Versorgung sicherstellen. Zu unserem Team gehören Tierpflegende, technische Assistentinnen, tiermedizinische Fachangestellte, Biologen, Tierärztinnen und Studierende. Wir alle fühlen uns dem Wohl unserer Tiere verpflichtet und geben alles, damit die Tiere gesund in die Versuche gehen und keinen unnötigen Leiden ausgesetzt sind.

Person im Tierraum mit Käfigen im Käfiggestell Foto: UR

Tierhaltungsbereich

Unsere Tierhaltung entspricht modernsten Anforderungen für die Haltung von Tieren für die Forschung. All unsere Tierhaltungsbereiche sind Hochhygienelabors und unterliegen den Regelungen für gentechnische Sicherheitsbereiche. Daher ist ein Betreten nur für autorisierte Personen möglich. Damit schützen wir unsere Tiere vor Krankheitserregern und Stressfaktoren, die ihr Wohlbefinden beeinträchtigen können.

Blick von links auf Vorratsregal mit frischen Käfigmaterialien Querformat Foto: UR

Kleinnager

Mäuse und Ratten sind sehr sozial, daher halten wir alle Tiere in Gruppen. Als Anreicherung der Haltungsumgebung („Enrichment“) ist jeder Käfig mit Einstreu, Nestbaumaterial und Tunneln oder Häusern ausgestattet. Diese sind aus rotem Plexiglas, sodass sich die Tiere wie in einer dunklen Höhle sicher fühlen können. Um den Tieren zusätzliche Anreize zu bieten, verwenden unsere Tierpfleger kleine Tricks wie Nagehölzer oder Sonnenblumenkerne, die die Tiere aus der Einstreu ausgraben können.

Mehrere weiße Mäuse in einer Käfigschale mit Nistmaterial Foto: UR

Kaninchen

Kaninchen werden nicht in Käfigen, sondern in rollbaren Behausungen in Bodenhaltung gehalten. Diese sogenannten Pens können für größere Tiergruppen verbunden werden, um den Kaninchen mehr Platz zu geben. Falls nötig, können jederzeit Zwischenwände eingezogen werden, um Tiere bei Unverträglichkeiten oder ähnlichem abzutrennen. Diese Pens sind natürlich mit Futter, Wasser und Einstreu, aber auch mit Unterschlupfmöglichkeiten und Nagematerial ausgestattet. (Aktuell werden in den ZTL keine Kaninchen gehalten.)

Modularer Kaninchenstall Foto: UR

Handling von Mäusen (Poster)

Für Fotoaufnahmen unserer Mäuse hat unsere Auszubildende die Tiere behutsam trainiert, sodass das Fotografieren für sie stressfrei ablaufen konnte. Dieses Vorgehen entspricht dem 3R-Prinzip, insbesondere dem Aspekt „Refinement“, also der Verbesserung von Haltungs- und Versuchsbedingungen, um das Wohl der Tiere zu fördern. Das erarbeitete Vorgehen hat sie in einem Poster | PDF (öffnet neues Fenster). (nicht barrierefrei) anschaulich zusammengefasst.

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