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Schülerschaft mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung II

Das Forschungsvorhaben "Schülerschaft mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung II" (SFGE II) wird gemeinsam von den Universitäten Regensburg, Würzburg und Koblenz-Landau entwickelt und durchgeführt. Ziel ist die repräsentative Erhebung von Daten über ausgewählte soziokulturelle Bedingungen und unterrichtsrelevante Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Bayern.

Hintergrund und Kontext des Forschungsprojektes

Die Einbindung der Schülerschaft mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in ein sich inklusiv entwickelndes, allgemeines Bildungssystem stellt eine zentrale bildungspolitische Herausforderung dar. Die große Mehrheit der Schülerinnen und Schüler im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung besucht aktuell das Förderzentrum geistige Entwicklung (FzgE). Um fundiert über die Entwicklung zukünftiger schulischer Strukturen für diese Schülerinnen‐ und Schülergruppe entscheiden zu können, ist es notwendig, über aktuelle und detaillierte Informationen hinsichtlich ihrer unterschiedlichen Ausgangsbedingungen, Kompetenzen und Unterstützungsbedarfe zu verfügen.

2008 – 2012 wurden daher in einem Verbundvorhaben der Universitäten München, Würzburg und Koblenz‐Landau erstmals empirische Daten über die Schülerschaft mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung erhoben (SFGE I, N=1.629). Die Ergebnisse aus SFGE I haben nicht nur die bildungspolitische, sondern besonders auch die fachwissenschaftliche Diskussion im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung – sowohl in den Förderzentren als auch in inklusiven Bildungssettings – bereichert. Die Daten ermöglichten erstmals eine empirische Beschreibung der Lernvoraussetzungen und Leistungsstände der Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, die bei der Planung von Unterricht und der Gestaltung unterschiedlicher Bildungssettings Berücksichtigung finden müssen. Dies erscheint umso bedeutungsvoller, bedenkt man, dass die Schülerschaft mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung bei keinen Schulleistungsstudien berücksichtigt wird.
 

Relevanz und Zielsetzung

Ziel der Studie SFGE II ist die repräsentative und empirische Erhebung von schulisch relevanten Ausgangsbedingungen, Kompetenzen und Unterstützungsbedarfen der Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Bayern anhand verschiedener Forschungsschwerpunkte. Daneben steht die Beschreibung möglicher Entwicklungen und Veränderungen der Schülerschaft in den vergangenen zehn Jahren im Fokus von SFGE II. Folgende Bereiche werden näher betrachtet.

  • Bildungsbiographie
  • Soziobiographie
  • Medizinische Diagnosen
  • Pflegebedarf
  • Sprache und Kommunikation
  • Schriftspracherwerb
  • Mathematische Fähigkeiten
  • Adaptive Fähigkeiten
  • Verhalten und Emotionen
     

Forschungsdesign

SFGE II repliziert und erweitert die Studie SFGE I. Die Fragebogenerhebung richtet sich an Eltern und Lehrkräfte der Schülerinnen und Schüler an 20 bayerischen Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und in der Inklusion. Diese Schulen wurden mittels einer geschichteten Clusterstichprobe gezogen und sind für Bayern repräsentativ. Auf Schulebene findet eine Vollerhebung statt.

ggfd

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