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Summer School / École d'été

Literatur mobilisiert. Ästhetische Aufmerksamkeit und literarische Vermittlung: Forschungsdispositive, Übersetzung, Kommentar, Transfer / L'art littéraire mobilise. Attentivité esthétique et transmission littéreraire: Dispositifs de recherche, traduction, commentaire, transferts

31.8.2026-4.9.2026, Abbaye / Kloster Frauenwörth, Fraueninsel, Chiemsee (Bavière / Bayern), organisée par Prof. Dr. Isabella von Treskow, Prof. Dr. Hilda Inderwildi, Prof. Dr. Corinne François-Denève

Die Summer School richtet sich an Promovierende und Postdocs in Romanistik, Germanistik und Komparatistik, mit literaturwissenschaftlichem und kulturwissenschaftlichem Forschungsinteresse. Im Zentrum steht die ästhetische Dimension von Literatur, von Forschung und von Forschungsvermittlung im Sinne eines interaktiven Wissenstransfers („transmission littéraire“) mit besonderem Fokus auf Übersetzung und Kommentar. „Kunst mobilisiert“ bezieht sich auf das ästhetische Potential von Literatur sowie auf kreative Prozesse im Rahmen wissenschaftlichen Handelns, d.h. kreative Prozesse für den Anstoß und die Durchführung von wissenschaftlicher Forschung, in der Elaboration von Übersetzungen vom Französischen ins Deutsche und vom Deutschen ins Französische, in deren Kommentierung und schließlich des Transfers in die Gesellschaft hinein, etwa in Form von Buchpublikationen für eine breitere Öffentlichkeit, Vertonungen, Podcasts, Websites und Veranstaltungen. Die Summer School bezweckt, den Sinn für das Ästhetische der Literatur auf der einen Seite und für ästhetische und kreative Prozesse der Forschung auf der anderen Seite zu wecken und die Verschränkung beider zu verstehen, ohne die Notwendigkeit wissenschaftlicher Standards in Abrede zu stellen. Im Gegenteil: Die Vermittlung von Wissen zu einem bestimmten Gegenstand bedarf sprachlicher, rhetorischer und ästhetischer Fertigkeiten. Diese Fertigkeiten kommen auch in Übersetzungen, Kommentierungen und weiteren Transfervorhaben zum Tragen. 

Die Summer School richtet sich an Promovierende und Postdocs aus Frankreich, Deutschland und Drittländern. Literaturwissenschaft bezieht Theaterwissenschaft ein. Wir bedienen uns methodisch eines weiten Begriffs von Literatur. Auch bande dessinée, Reise- und Zeugnisliteratur kann Gegenstand sein. Kulturwissenschaft kann Kulturgeschichte sowie soziologische und philosophische Ansätze betreffen. Wir arbeiten entlang einem Fahrplan, der Diskussionen zur fachlichen Entwicklung, Bedeutung der wissenschaftlichen Forschung, Anforderungen für Übersetzung und Transfer mit den Präsentationen konkreter Forschungs- und Third Mission-Projekte verbindet. Gastreferent ist Prof. Dr. Benjamin Loy, Ludwig-Maximilians-Universität München.

Literatur mobilisiert – das ist der Ausgangspunkt der Summer School auf der Fraueninsel im Chiemsee mit Blick in die Berge. Im Zentrum stehen die wirkungsästhetische Dimension von Literatur, die Frage des künstlerischen Gehalts von Forschung und die von Forschungsvermittlung im Sinne eines interaktiven Wissenstransfers („transmission littéraire“). Diskutiert werden überdies die künstlerischen Facetten, die im Prozess des Übersetzens wirksam werden, und wissenschaftliche Optionen von Kommentaren, Interpretationen und Editionsvorhaben. Die Summer School bezieht sich damit auf das ästhetische Potential von Literatur und auf kreative Prozesse im Rahmen wissenschaftlichen Handelns, d.h. kreative Prozesse für den Anstoß und die Durchführung von wissenschaftlicher Forschung, in der Elaboration von Übersetzungen vom Französischen ins Deutsche und vom Deutschen ins Französische, in deren Kommentierung und schließlich des Transfers in die Gesellschaft hinein, etwa in Form von Buchpublikationen für eine breitere Öffentlichkeit, Vertonungen, Podcasts, Websites und Veranstaltungen. Sie bezweckt, den Sinn für das Ästhetische der Literatur auf der einen Seite und für ästhetische und kreative Prozesse der Forschung auf der anderen Seite zu wecken und die Verschränkung beider zu verstehen, ohne die Notwendigkeit wissenschaftlicher Standards in Abrede zu stellen. Im Gegenteil: Die Vermittlung von Wissen zu einem bestimmten Gegenstand bedarf sprachlicher, rhetorischer und ästhetischer Fertigkeiten

Die Summer School richtet sich an Promovierende und Postdocs in Romanistik, Germanistik und Komparatistik, mit literaturwissenschaftlichem und kulturwissenschaftlichem Forschungsinteresse. Wir arbeiten entlang einem Fahrplan, der Diskussionen zur fachlichen Entwicklung, Bedeutung der Forschung, Anforderungen für Übersetzung und Transfer mit den Präsentationen konkreter Forschungs- und Third Mission-Projekte verbindet. Gastreferent ist Prof. Dr. Benjamin Loy, Ludwig-Maximilians-Universität München, im Vorstand des Zentrums für Gegenwartsliteratur, mit einem Vortrag zur Funktion des Zentrums und des Verhältnisses von Wissenschaft und Öffentlichkeit.

  1. Achse 1, Ästhetisches Potential und Forschungsdispositive, stabilisiert zu Beginn unter dem Schlagwort der „Aufmerksamkeit“ im Sinne von Offenheit und Genauigkeit die genannten Hypothesen zur Dialogizität von Ästhetik und wissenschaftlichem Schreiben, auch mit Blick auf die Entwicklungen der recherche-création im französischen Kontext, erörtert etablierte und neue Methoden am Beispiel etwa von Friedrich Schleiermachers Thesen, an der Hermeneutik nach Hans-Georg Gadamer und neuen diskursanalytischen Herangehensweisen aus Afrika.

  2. Achse 2, Schöpferisches Forschen, geht auf dieser Basis einen Schritt weiter und bezieht die Diskussion auf konkrete Forschungs-, Übersetzungs- und Editionsprojekte im deutsch-französischen Feld. Methodisch werden nach einem Impulsvortrag zur Theorie und Transkulturalität der Übersetzung laufende Promotionsvorhaben präsentiert, die Beispiele für den neuen Umgang mit Literatur liefern, der in die Erforschung schöpferische und sinnliche Elemente einzieht. Präsentiert werden auch Projekte mehrsprachigen Schreibens und eines, in dem die Übertragung von Lyrik in andere Künste erprobt wird, etwa in Töne, Malerei und Bildhauerei. 

  3. Achse 3, Performative Techniken und Methoden der Vermittlung in die Öffentlichkeit, will Reflexionen über die immer stärker geforderte Third Mission im Sinne der Popularisierung und Verbreitung von Forschungsergebnissen anstoßen. Wie können die Resultate von Dissertationen und Postdoc-Projekten adäquat in Transferprojekte überführt werden? Wie bereichert der Transfer-Ansatz wiederum den Zuschnitt von Forschungsprojekten, wenn auch nicht immer zu Beginn und auch nicht als Zwang? Die Literaturwissenschaft spielt mittlerweile eine tragende Rolle für die Erinnerungskultur. Aus dieser Perspektive und aus der Perspektive der transkulturellen deutsch-französischen Literaturvermittlung heraus sollen das Transfer-Thema und dessen Vermögen, eigene Forschungsschritte und -ergebnisse in einem weiteren Licht zu sehen, anhand konkreter Vorhaben der Teilnehmenden erörtert werden. Beispiele hierfür sind eine geplante Buchpublikation und Webseiten mit performativem Charakter. Performativität soll auch in Herangehensweisen erprobt werden, die dem Theaterbereich entstammen. Achse 3 wendet sich damit dem aktuellen Kunst- und Kulturbetrieb zu, ist offen für Vorhaben, die zum Bereich der Erinnerungskultur gehören, und nutzt den Brückenschlag der Theaterwissenschaft, Performativität und schöpferische Forschung zusammenzudenken.

Am Ende steht eine Diskussion zur seismographischen Eigenheit von literarischer Kunst und dem Mobilisationspotential von Sprache, zur ästhetischen Erfahrung und ästhetischem Handeln, auch zur praktischen Dimension des „Schreibens als eines epistemologischen Werkzeugs“ („l’acte d’écrire comme outil épistémologique“, Houdart-Mérot), und zur Situierung des eigenen Vorhabens in der aktuellen Forschungs- und Transferlandschaft.

 

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