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Fiona O'Donnell

Fiona O’Donnell ist Doktorandin der Germanistik am CREG der Universität Toulouse 2 Jean Jaurès, in Cotutelle mit der Universität Regensburg, unter der Betreuung von Frau Hilda Inderwildi und Frau Isabella von Treskow.

Nach ihrer Ausbildung an der ENS Lyon und einem Lektorat an der Universität Regensburg wurde Fiona O’Donnell 2022 in die externe Agrégation für Deutsch aufgenommen und erhielt einen spezifischen Doktorandenvertrag für Normaliens. Ihre Forschung widmet sich der Rezeption und Performativität des Grotesken. 

Sie unterrichtet an der Germanistik-Abteilung der Universität Toulouse 2 Jean Jaurès und gab im Rahmen ihrer Cotutelle einen Literaturkurs im Department für Romanistik der Universität Regensburg.

Forschung & Dissertation

Forschungsschwerpunkte

  • Vergleichende Literaturwissenschaft (Deutsch und Französisch)
  • Inszenierungen, Theateradaptionen und Neuinterpretationen
  • Rezeption, Theatralität und Performativität grotesker Texte (Theater, Erzählungen, Romane)
  • Ästhetik, Darstellung und Techniken des Grotesken in zeitgenössischer Kunst (performative und visuelle Künste)

Dissertation

Titel der Dissertation

Das Groteske auf den zeitgenössischen deutschen Bühnen. Eine Rezeptionsgeschichte im 21. Jahrhundert

Einschreibungsjahr: 2022–2023

Betreuerinnen: Hilda Inderwildi, in Cotutelle mit Isabella von Treskow, Universität Regensburg

Projektzusammenfassung

Fiona O’Donnells Dissertation liegt an der Schnittstelle zwischen Germanistik, Vergleichender Literaturwissenschaft und Theaterwissenschaft. Sie untersucht die Rezeption, Theatralität und Performativität zentraler grotesker Texte anhand der Analyse zeitgenössischer Inszenierungen von Werken von Hoffmann, Kafka, Dürrenmatt, Jarry, Ionesco und Beckett. Diese Autoren, deutsch- oder französischsprachig, werden in der Forschung mit dem Grotesken in Verbindung gebracht und haben die ästhetische Entwicklung dieses Genres maßgeblich beeinflusst.

Die Forschung betrachtet das Groteske sowohl ästhetisch als auch politisch und versucht, eine operative Definition des Grotesken in seiner performativen Dimension zu entwickeln. Ein zentraler Aspekt ist die Rezeption: Sie wird unter ästhetischen und politischen Gesichtspunkten analysiert, um die Hypothese zu prüfen, dass die groteske Ästhetik Formen moderner Gewalt widerspiegelt.

Das szenische Corpus umfasst rund zwanzig Inszenierungen zwischen 2012 und 2022, inszeniert von etwa zehn Regisseur:innen verschiedener Generationen und unterschiedlicher Auffassung des Grotesken, darunter Robert Wilson, Claus Peymann, Clara Weyde, Stef Lernous, Albrecht Hirche und Florian Fiedler.

Unterrichtete Fächer

Deutsch / Französisch

LLCER (L1 – L2): Übersetzung literarischer Texte
LEA (L1) / Thema: Übersetzung von Pressetexten
LEA (L1) / Geschäftskorrespondenz: Verfassen von Geschäftskorrespondenz
LLCER (L2) / Literatur und Kunst: Märchen von E.T.A. Hoffmann und deren Rezeption in den visuellen und performativen Künsten (19.–21. Jahrhundert)
LLCER (L1) / Theaterpraxis: Improvisationsübungen und Einführung in die Theaterpraxis anhand von Auszügen aus Stücken von Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch
Französische Literatur (Proseminar): Das Groteske und das Theater des Absurden

Zur Person

Fiona O'Donnell

Doktorandin

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