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Tschechische Filme im deutschen Kino: “Báječná léta pod psa”

Im Sommersemester 2025 und Wintersemester 2025/26 widmete sich eine kleine Gruppe von Studenten des Bohemicums (Linda Hrubý, Tabea Knüppe, Lea Krautzberger, Till Menzer und Monika Peraus) im Rahmen eines Projektkurses bei Dr. Šichová der Untertitelung des Films Báječná léta pod psa. Eines der Ziele des Projektkurses war die Präsentation des Films im Rahmen der Kulturveranstaltung Herbstlese(n) 2025 im Evangelischen Bildungswerk Regensburg.

Der Film basiert auf dem Erfolgsroman des Autors Michal Viewegh, eines der wichtigsten tschechischen Autoren nach 1989. Die autobiographisch angehauchte Geschichte spielt in der Tschechoslowakei der 1960er Jahre und der sog. Normalisierung. Sie verknüpft das Leben einer Familie mit zentralen historischen Ereignissen: dem liberaleren Klima der Zeit des Prager Frühlings und seinem abrupten Ende durch den Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts im August 1968, der repressiven Normalisierung oder einer der Zentralfiguren der Dissidentenbewegung um die Charta 77. Die Samtene Revolution 1989, die das totalitäre Regime beendete, bildet auch den Abschluss der Geschichte. Das Drehbuch stammt aus der Feder eines weiteren wichtigen Schriftstellers, Jan Novák.

In der audiovisuellen Übersetzung gilt es, den Text einschließlich Humor, Sprachrhythmus und kulturelle Bezüge (zu den Herausforderungen gehörten beispielsweise Wortwitze oder spezifische Begriffe aus der Zeit der sozialistischen Diktatur) in der kurzen Form eines Untertitels angemessen zu übertragen. Deshalb war zu Beginn des Kurses eine Einführung in die Prozesse der Untertitelung notwendig. Um die Geschichte möglichst gut kennenzulernen, haben sich vor dem Übersetzungsprozess alle mit dem Buch (im Original, in der adaptierten Version oder in der deutschen Übersetzung) vertraut gemacht. 

Zu der Arbeit im Kurs gehörte schließlich auch die Erstellung des Plakates für die Herbstlese(n) und die Präsentation des Projektes in den sozialen Medien sowie die Vorbereitung und Moderierung des Filmabends. Nach der Vorführung wurden noch einige Korrekturen durchgeführt und die finale Version der Untertitel an den Produzenten, den Drehbuchautor sowie den Schriftsteller abgegeben.

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