Das Projekt „Gelebte Mehrsprachigkeit: Sprachenstadt Regensburg“ hat sich zum Ziel gesetzt, die sprachliche Vielfalt Regensburgs sichtbar zu machen und die Rolle von Herkunftssprachen im Alltag der Stadt zu erforschen. Es entstand als eine der Aktivitäten des Forums Herkunftssprachen an der Universität Regensburg. Im Rahmen eines interdisziplinären Projektseminars der Universität Regensburg arbeiteten im Sommersemester 2026 über 30 Studierende gemeinsam mit Lehrenden und Forschenden aus der Slavistik, Romanistik, dem Bohemicum sowie der Mehrsprachigkeitsforschung zusammen. Ziel war es, verschiedene Herkunftssprachen in Regensburg zu dokumentieren und anhand persönlicher Geschichten sowie wissenschaftlicher Analysen ihre Bedeutung für Identität, Kultur, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe aufzuzeigen.
Das Bohemicum beteiligte sich mit einem Beitrag zu “Tschechisch in Regensburg”. Ein Schwerpunkt unseres Projekts lag auf der Rolle universitärer Tschechischkurse für Herkunftssprecher des Tschechischen. Hierfür führten wir mit vier Absolventinnen und Absolventen des Bohemicums halbstrukturierte Interviews sowie eine ergänzende Fragebogenerhebung durch. Ziel der Untersuchung war es, die Bedeutung der universitären Sprachkurse für die Sprachbiographie, den Spracherwerb und die sprachliche Entwicklung von Herkunftssprechern zu erfassen.
Die Ergebnisse aller Projektkurse wurden in einer öffentlichen Posterausstellung präsentiert.
Die Ausstellung (17.7. bis 19.9.2026) in der Universitätsbibliothek Regensburg gabEinblicke in persönliche Sprachbiografien, Identitäten und mehrsprachige Lebenswelten. Auf den Postern sowie bei den Gesprächen mit den Interessenten aus dem zahlreichen Publikum wurden sowohl positive Erfahrungen als auch Herausforderungen von Mehrsprachigkeit thematisiert.
Das Gesamtprojekt bildete zugleich den Auftakt für weitere Aktivitäten des Forums Herkunftssprachen in Zusammenarbeit mit dem Referat für Bildung der Stadt Regensburg.
Kurzbericht über unseren Projektkurs in der Zeitschricht Czech Language News siehe hier.