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Rückschau 2023

In unserer Rückschau finden Sie eine Auswahl bisheriger Ausstellungen und Veranstaltungen an der Universitätsbibliothek im Jahr 2023.

Letzte Nachrichten. Postkarten aus dem Ghetto Litzmannstadt

Dezember 2023 bis Mai 2024, Ausstellung

Das Ghetto Litzmannstadt befand sich in der polnischen Stadt Łódź, die vor Beginn des 2. Weltkriegs neben Warschau den größten jüdischen Bevölkerungsanteil in Europa hatte. Die Stadt wurde mit der Einrichtung des Ghettos 1940 ein Schauplatz zahlreicher Verbrechen.

In der Ausstellung wurden neben den Postkarten aus dem Ghetto auch dessen Geschichte, Strukturen sowie die Täter- und Opfergeschichte vorgestellt.

MOMENTE - Fotografien von Wolfgang Kunz

November 2023 bis Januar 2024, Ausstellung

Die Ausstellung MOMENTE zeigte Schwarzweißfotografien des Berliner Fotografen Wolfgang Kunz und handelt von Menschen in all ihren Facetten – den Zuständen des Lebens und Seins zwischen Individuum und Kollektiv. Fotografien aus drei Jahrzehnten, mit Schwerpunkt in den ‚wilden‘ 1960er Jahren, zeigten sensibel und detailreich individuelle Portraits: von der berühmten deutschen Konzeptkünstlerin Hanne Darboven über Christian Schad, prominenter Maler der Neuen Sachlichkeit, bis hin zu Heinz Brenner, Mitglied der Weißen Rose, oder Leonard Bernstein, Komponist und Dirigent.

Drehort Spanien - España, un país de cine

Juni bis September 2023, Fotoausstellung und Multimedia-Präsentation

Die Botschaft von Spanien, die Spain Film Commission, cinEScultura (externer Link, öffnet neues Fenster) und die Universitätsbibliothek begrüßten zu einer fotografischen Reise durch verschiedenste Drehorte in Spanien. Zu sehen waren beeindruckende Schauplätze des künstlerischen und historischen Erbes des Landes im Zusammenspiel mit den erstaunlich vielfältigen Naturformationen und -kulissen Spaniens.

Begleitend fand eine Multimedia-Präsentation zu Filmlocations in Andalusien, Katalonien und Madrid von Prof. Dr. Ralf Junkerjürgen statt.

Und das Ende ist der Krieg

Juni bis Juli 2023, Fotoausstellung

Frank Gaudlitz gehört zu den wichtigsten deutschen Fotografen der Gegenwart.
Seit mehr als drei Jahrzehnten setzt er sich fotografisch mit der Entwicklung Russlands auseinander, beginnend 1988, den letzten Jahren der Sowjetunion, entwarf er in den 1990er Jahren anhand der Lebenssituation des Einzelnen ein psychologisches Gesellschaftsporträt dieser verlustreichen Zwischenzeit.

Nach einem größeren zeitlichen Abstand beschäftigte er sich 2017/18 und 2021 erneut mit den Veränderungen in Russland. Der inhaltliche Schwerpunkt dieser Arbeit steht im Spannungsfeld von Inszenierung und Realität. Ganz bewusst bewegte er sich auf ideologische und touristische Klischees der russischen Gesellschaft zu und suchte Orte auf, in denen ein patriotisches Bildvokabular bemüht wurde, das aus der kommunistischen Ära adaptiert scheint.

Den Balkan in Bildern neu denken. Fotografien von Harald Schmitt

Mai bis Juni 2023, Fotoausstellung

Kaum eine Region Europas ist so stark mit Vorurteilen und Klischees behaftet wie der Balkan. Diese werden der Vielfalt der Lebensrealitäten in der Region nicht gerecht, sagen aber einiges darüber aus, wie wir Fremdheit wahrnehmen.

Die Ausstellung "Den Balkan in Bildern neu denken" brach mit diesen Vorstellungen und schlug neue Blickwinkel vor. Sie zeigte Bilder des bekannten Stern-Fotografen Harald Schmitt, der in den letzten Jahren mehrfach Südosteuropa bereist hat.

Kennen Sie Litauen?

Mai 2023, Eröffnung der Europawoche: Fotoausstellung, Podiumsgespräch

Zeitgleich zur Eröffnung der Europawoche fand die Vernissage der Fotoausstellung statt. Der Fotograf Markus Nowak lebt die meiste Zeit in Litauen und präsentierte aufschlussreiche Bilder aus unterschiedlichen Ecken des Landes.

„Litauen – Europas neue Mitte?“

Es ging es um die politische und kulturelle Rolle Litauens in Europa - sowohl in der
Vergangenheit als auch in der gegenwärtigen weltpolitischen Situation. Insbesondere seit dem Angriffskrieg Russlands ist Litauen durch seine geografische Lage in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt.

Kürbis, Kätzchen, kecke Kinder – der jiddische Kinderbuchautor Leyb Kvitko

April bis September 2023, Ausstellung

Die Ausstellung beleuchtete erstmals das facettenreiche Schaffen Leyb Kvitkos. Mit Bild- und Tondokumenten erinnerte sie an diese Schlüsselfigur der sowjetisch-jiddischen Kinderliteratur erinnern. Neben Einblicken in Kvitkos Leben und in den kulturellen Kontext der Zeit lag der Schwerpunkt auf seinen jiddisch-sprachigen Kinderbüchern, deren mal farbenfrohen, mal minimalistisch gestalteten Illustrationen – und den Illustratoren, die sie entwarfen. Die Ausstellung verstand sich als Einladung, in eine von zwei Totalitarismen fast völlig ausgelöschte jüdische Welt voller Charme, Witz, Vielfalt und kindlicher Freude einzutauchen.

Walter Höllerer und das lange Gedicht

März - Mai 2023, Ausstellung und Vortrag

Walter Höllerer wäre am 19. Dezember 2022 100 Jahre alt geworden, gleichzeitig markiert der 20. Mai 2023 seinen 20. Todestag. Aus diesem Anlass hatten Germanistik-Studierende der Universität Regensburg eine Ausstellung gestaltet. Gezeigt wurde die Auseinandersetzung des Sulzbacher Autors, Literaturwissenschaftlers und -organisators mit der Gattung des »langen Gedichts«, einem für die Lyrik der klassischen Moderne zentralen Genre, das Höllerer u.a. mit seinen immer wieder diskutierten "Thesen zum langen Gedicht" auf den Begriff zu bringen und in der literarischen Landschaft der 1960er Jahre zu etablieren versucht hat.

Zum festlichen Abschluss der Literaturausstellung "Walter Höllerer und das lange Gedicht" rekonstruierte der renommierte Gegenwartslyriker Nico Bleutge in einem Vortrag die Debatten über Höllerers "Thesen zum langen Gedicht" in den 1960er-Jahren, beschrieb sein persönliches Verhältnis zu ihnen und entwarf dabei auch seine ganz eigene Poetik dieser Gedichtform.

Aschermittwoch der Künstlerinnen und Künstler

22.02.2023, Lesung mit musikalischer Begleitung

Der Gott zwischen den Zeilen der Nora G.

Die Lyrikerin Nora Gomringer las Textpassagen aus ihrem Werk die „Gottesanbieterin“ vor. Musikalische Begleitung des Programms durch Musiker:innen der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik (HfKM) unter der Leitung von Prof. Steven Heelein und die Musikensembles der Universität Regensburg unter der Leitung von Universitätsmusikdirektor Arn Goerke.

Agape und Begegnung: Zu sehen waren Papierplastiken von Michaela Schmidt, Künstlerin und Absolventin des Masters Bildende Kunst und Ästhetische Erziehung.

Eine Veranstaltung der Diözese Regensburg (Künstlerseelsorge und Kunstsammlungen des Bistums) und der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik.

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