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Rückschau 2024

In unserer Rückschau finden Sie eine Auswahl bisheriger Ausstellungen und Veranstaltungen an der Universitätsbibliothek im Jahr 2024.

Franz Kafka - Ein Mensch seiner und unserer Zeit

November bis Dezember 2024, Ausstellung

Die Ausstellung thematisierte den Mythos Kafka. Seine Texte sind für viele Menschen rätselhaft. Vorgestellt wird aber auch Kafka als Mensch, sein Leben, seine Familie, seine Beziehung zu Frauen und nicht zuletzt die Herangehensweise seines literarischen Schaffens.

Nebenausstellung: Kafka im Comic mit ausgewählten Graphic Novels.

Schaumgeburt & Muschelstoff – Morphologien der Rocaille

Oktober 2024 bis Juli 2025, Ausstellung

Fels und Schaum, Muschel und Rinde, Blatt und Feder – kein Ornament überrascht durch ähnlich vielfältige und gewagte Materialkombinationen wie die Rocaille. Die Schmuckformen des Rokoko dringen in Architektur und Bilder ein, greifen in den Raum aus und scheinen sich in jedem Moment dynamisch weiterzuentwickeln. Noch radikaler als in den opulenten Innenräumen bayerischer Kirchen und Schlösser wurde mit diesem Ornament um 1750 in der Augsburger Druckgrafik gespielt. Tausende Radierungen zu unterschiedlichsten Themen zeigen fantastische Erfindungen. Studierende der Universität Regensburg haben eine Auswahl der Blätter untersucht und zu einer Ausstellung samt Katalogband zusammengestellt. Thematisiert wurden etwa Kunsthandwerk, Bildprogramme und Personennetzwerke, aber auch die Analyse der Kompositionen mit Verfahren der KI und die Aneignung im Feld der zeitgenössischen Architektur.

Kennen Sie Albanien?

Mai 2024, Europawoche: Fotoausstellung, Podiumsgespräch

Bei der Eröffnung der Europawoche in der UB waren die Botschafterin und eine Ministerin des Gastlandes Albanien anwesend. Gemeinsam mit der Vizepräsidentin für Internationalisierung und Diversity der UR wurde die Europawoche eröffnet.

Fotoausstellung „Albanien Scapes“

Die Fotoausstellung vermittelte einen Eindruck von den atemberaubend schönen Landschaften Albaniens. Die Fotokünstlerin Alketa Misja war bei der Vernissage persönlich anwesend.

„Albaniens EU-Beitritt: Versprechen und Hindernisse“

An der Podiumsdiskussion nahmen neben der Botschafterin I.E. Adia Sakiqi und der albanischen Ministerin für öffentliche Verwaltung und Korruptionsbekämpfung, Adea Pirdeni, auch zwei Albanien-Experten aus Deutschland und Österreich teil: Konrad Clewing vom Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg und Robert Pichler von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien. Es moderierte Ger Duijzings vom Institut für Geschichte der UR.

Lesung mit Zuzana Husárová

27.05.2024, Lesung

Lesung mit Zuzana Husárová im Rahmen des Colloquiums der Slavischen Literatur- und Kulturwissenschaft. Moderation: Mirja Lecke, Renáta Pavlová.

Zuzana Husárová ist Dichterin experimenteller Literatur und Leiterin des Projekts Liza Gennart, eines neuronalen Netzwerks, das Gedichte generiert.

Runder Tisch zum Thema „Innovation in der Hochschul(lehr)e"

13.05.2024, Interaktive Diskussionsrunde

Impulsreferat: Innovationskultur in Hochschulen initiieren. Dr. Annabell Bils gab Impulse für Innovationskultur an Hochschulen.

Runder Tisch: Erfahrungen und Perspektiven aus der Universität Regensburg. In dieser interaktiven Diskussionsrunde teilten Mitarbeitende und Studierende ihre eigenen Erfahrungen und Ideen zu innovativem Arbeiten.

Matthias Kröner liest aus „Der Billabongkönig"

08.05.2024, Lesung

»Billabong« sagen die australischen Ureinwohner zu einem Wasserloch oder Seitenarm eines Flusses. Hier lauern die Krokodile, die Billabongkönige. Einer von ihnen ist Ben. Stolzer Herrscher über seinen Sumpf, selbstgerecht, ein Macho mit dem Herz am rechten Fleck. Als Ben eines Tages auf Hilfe angewiesen ist, gerät er in beißende Bedrängnis. Er soll als Gegenleistung eine Tat vollbringen, die seinen moralischen Kompass erzittern lässt.

Eine fabelhafte Geschichte über Machtmissbrauch, darüber, was ein gutes Leben ausmacht und wie man aus einer vertrackten Situation wieder herauskommt, wenn man sich selbst treu bleibt.

Kinderbuchautorinnen und -autoren lesen an spannenden Orten. Eine Veranstaltung von KEB und Buchhandlung Bücherwurm.

Ein Abend mit Ingo Bott

23.04.2024, Lesung

Vorstellung der Buchreihe "Strafverteidiger Pirlo" mit Diskussion.

Eine Veranstaltung des Lehrstuhls Prof. Dr. Tonio Walter und dem Anwaltsverein Regensburg.

Eine Bibliothek unter der Lupe

Februar bis April 2024, Ausstellung

Der Bestand der Bibliothek des Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung in Regensburg wurde zwischen Mai 2022 und April 2024 in einem durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste geförderten Projekt auf NS-Raubgut untersucht. Die Ausstellung „Eine Bibliothek unter der Lupe. Provenienzforschung am Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung“ bot einen Überblick über das Projekt sowie den gegenwärtigen Stand der Ergebnisse und erklärte, wie die Herkunft von Büchern ermittelt wird. Auch ausgewählte verdächtige bzw. geraubte Medien waren zu sehen.

Durs Grünbein liest aus „Der Komet"

01.02.2024, Lesung

Teil der Reihe GROßE NAMEN – GROßE TEXTE. Moderation: Prof. Dr. Achim Geisenhanslüke

Im Mittelpunkt des Berichts steht eine Frau aus einfachen Verhältnissen. Es geht um das Leben von Dora W., die aus Schlesien nach Dresden kommt, mit sechzehn Mutter wird und mit fünfundzwanzig den Untergang der Stadt im Bombenkrieg miterlebt. Ziegenhüterin auf dem Lande, dann Ladenmädchen und Gärtnereigehilfin in einer niederschlesischen Kleinstadt sind ihre ersten Lebensstationen, bevor sie in dem Schlachtergesellen Oskar den Mann fürs Leben findet und ihm nach Dresden folgt, um dort eine Familie zu gründen.

Eine Sonderveranstaltung des Theater Regensburg in Kooperation mit Ulrich Dombrowsky und der Universitätsbibliothek Regensburg.

Ende der Zeitzeugenschaft

Oktober 2023 bis August 2024, Ausstellung

Die Zeitzeugenschaft des Holocaust geht ihrem Ende entgegen. Nur noch wenige Überlebende der NS-Herrschaft können aus eigener Erfahrung sprechen — oder von jenen Menschen berichten, die im Holocaust ermordet wurden. Was bleibt, sind literarische Zeugnisse und unzählige Videointerviews der Überlebenden — sowie die Frage, wie wir in Zukunft mit dieser Erbschaft umgehen wollen. Grund genug, den Blick auf die Geschichte der Zeitzeugenschaft zu richten, die komplexe Beziehung zwischen Zeitzeuge und Interviewer, Medium und Gesellschaft zu erkunden.

Die Ausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und des Jüdischen Museums Hohenems in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Erinnerungskultur hinterfragte die „Gemachtheit“ der Zeitzeugeninterviews und ihre gesellschaftliche Rolle seit 1945. Sie gab Einblicke in die Videosammlung der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, in Interviews, die bislang nie gezeigt wurden.

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