Während er vom 29/01 bis 19/02/37 in Dresden war, besuchte Beckett neunmal die Gemäldegalerie, sowohl um die Sammlung Alter Meister und den Flügel mit moderner Kunst zu sehen. Im Laufe einer Woche im Februar wurde er zudem zweimal eingeladen, die private Sammlung Ida Bienerts zu besichtigen, in der sich unter anderem Werke der Künstler des Bauhaus wie Wassily Kandinsky befanden. Kandinskys Träumerische Improvisation beeindruckte Beckett besonders. Bienert schenkte Beckett den Katalog ihrer Sammlung „on condition that I show it to no one in Germany“ (15/02/37), da der Katalog von Will Grohmann, einem jüdischen Kunsthistoriker, zusammengestellt worden war. Das Werk Kandinskys und Grohmanns kritische Interpretation davon würden später ihren Weg auf die Seiten von Becketts zweitem Roman Watt (1953) finden.
Ein weiteres Gemälde, das seine Spuren in Becketts Werk hinterließ, war Zwei Männer in Betrachtung des Mondes. Die Komposition des Bildes spiegelt sich wider in Warten auf Godot und die Abwesenheit optischer Tiefe für die Beckett sich den Begriff „bémolisé“ aus der Musiktheorie leiht, sollte sich als zentrale Komponente seines Denkens über die Beziehung zwischen Kunst und Wirklichkeit herausbilden.