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Zentralbibliothek

Rohbau und Richtfest

Zentralbibliothek, Blick auf den vierstöckigen Rohbau
Rohbau des Allgemeinen Lesesaals: Die Südwestfassade des Allgemeinen Lesesaals mit Verglasung und daneben der halbfertige Rohbau des Rechenzentrums
Richtfest am 1. September 1972: Blick von der Terrasse auf die Nordfassade des späteren Allgemeinen Lesesaals mit dem umlaufenden Fluchtbalkon. Auf dem Vorplatz zum Eingang der Zentralbibliothek stehen einige Gäste. Der Richtkranz hängt an einem Kran.
Blick vom Innenbereich der Eingangshalle nach draußen auf den Vorplatz zum Haupteingang. Im Hintergrund ist die Nordfassade des Allgemeinen Lesesaals, in dessen Innenbereich sind noch die Stützen und die Betonverschalungen zu sehen.
Die Nordfassade des Allgemeinen Lesesaals mit Verglasung und Rohbau der Eingangshalle

Die obersten drei Stockwerke werden die Büros für die zentrale Bibliotheksverwaltung und das ebenerdige, höhere und vorgelagerte terrassenbildende Stockwerk ist die Ein- bzw. und Ausfahrt zu der Tiefstraße, die unter dem gesamten zentralen Gebäudekomplex von Osten (Galgenbergstraße) nach Westen (Universitätsstraße) durchführt.

Der Straßenverlauf der späteren Albertus-Magnus-Straße ist schon zu erkennen, rechts gesäumt von dem bereits verglasten Gebäudetrakt mit den Büroräumen für die geisteswissenschaftlichen Lehrstühle. Zwischen den Gebäudeteilen: die zweiarmige Treppe zum sogenannten Forum und die noch unverglaste Brücke bzw. der unverglaste Übergang von der Zentralbibliothek zum Lesesaal Philosophicum 1.

Treppenaufgang in der Eingangshalle

Treppe unter anderem zum Allgemeinen Lesesaal und zum Handschriftenlesesaal.

Treppe unter anderem zum Allgemeinen Lesesaal und zum Handschriftenlesesaal.

Allgemeiner Lesesaal

Blick aus dem Lesesaal zur Eingangstür: dreiseitige umlaufende Galerie, Arbeitsplätze mit integrierter Tischbeleuchtung, sowie die Regale zur Rechten, die den Korridor zum zweiten kleineren Teil des Allgemeinen Lesesaals verdecken.

Blick aus dem Lesesaal zur Eingangstür

Eingangshalle der Zentralbibliothek

Es erschließt sich die Eingangshalle als ein sehr großzügiger, hoher und heller Raum mit mehreren versetzten Stockwerken und Galerien. Im Hintergrund die L-förmige angeordnete Ausleihtheke mit fünf verglasten Ausleihschaltern: einem Fernleihschalter, drei sogenannten Ortsleihschalter für die Ausleihe aus dem Magazin und dem Schalter für die Lehrbuchsammlung (von links nach rechts). Links der freistehende Informationsschalter.

Rechts neben dem letzten Schalter ist eine deckenhohe geschlossene Tür zu sehen. Das ist der Eingang zum ursprünglichen Raum der Lehrbuchsammlung. Dieser lag direkt im Anschluss an den Schalterraum, und zwar über die gesamte Tiefe.

Blick aus Richtung des Haupteinganges, 1974

Katalogsaal

Blick von der umlaufenden Galerie mit den Diensträumen der „Chefetage“ runter in den Katalogsaal. Darin stehen an den drei Seitenwänden und in dem mittig aufgestellten Regalblock die großen gedruckten Nationalbibliographien und Bibliothekskataloge, für deren Lektüre die beidseitigen Lesepulte aufgestellt waren.

Im Hintergrund ist das Mobiliar für den Bandkatalog zu sehen. Ursprünglich war das der Saal mit dem einzigen vollständigen gedruckten Katalog des Gesamtbestandes der Bibliothek in verschiedenen Ausgaben: einen alphabetischen Gesamtkatalog, einen Stichwort- bzw. Schlagwortkatalog, einen Zeitschriftenkatalog und ein Standortverzeichnis. Ursprünglich war geplant, alle Fachreferenten der Teilbibliotheken in den Dienstzimmern im Flur um den Katalogsaal unterzubringen, weil nur an diesem Ort der gesamte Bestand recherchierbar war. Darauf wurde auf Wunsch der Fachbereiche verzichtet, die die Fachreferenten in unmittelbarer Nähe wissen wollten. Im Übrigen hat die technische Entwicklung (Stichwort: Mikrofichekataloge) diese Zentralisierung überflüssig gemacht.

Erhellt wird dieser sehr hohe Raum durch die Dachverglasung in Form eines Pyramidenstumpfes, der den ganzen Raum überspannt. Unter Liebhabern wird dieser Raum auch die „Kathedrale der Bibliothek“ genannt.

Blick von der umlaufenden Galerie mit den Diensträumen in den Katalogsaal

Ausleihschalter

Zentralbibliothek: Blick auf die die L-förmig angeordneten Ausleihschalter, ohne den Fernleihschalter.
Infohäuschen in der Zentralbibliothek. Blick in die Eingangshalle aus Richtung des Philosophicums
Ausleihschalter der Lehrbuchsammlung: Die offene Tür erlaubt einen schmalen Blick auf ein Bücherregal im Raum

Bild 1: Die Glaswände erlauben einen Blick in den dahinterliegenden Schalterraum mit den Schienen der Buchtransportanlage und den Regalen für die Buchbestellungen aus dem Magazin. Im Hintergrund ist die deckenhohe geschlossene Tür der Lehrbuchsammlung zu sehen und ein kurzes Stück der Seitenwand, die Richtung Eingangshalle geht. Wegen der Perspektive sind nur die dicht hintereinanderliegenden, vertikalen Stützen zu erkennen. Das sind die Holzrahmen der rechteckig übereinanderliegenden Fenster, die über die gesamte Höhe geschichtet sind. An dieser Stelle wurde beim Umbau 2005 eine ebensolche Wand neu angeschlossen.

Bild 2: Das alleinstehende „Infohäuschen“, ein geschlossener Baukörper mit halbhohen, umlaufenden Fenstern, in dem die auskunftsgebenden Mitarbeiter saßen. Dieses „Infohäuschen“ wurde beim Umbau der Zentralbibliothek abgerissen. Die Schalter der Ausleihe sind vom Infohäuschen verdeckt. Im Hintergrund, links von dem Infohäuschen sind zwei, an der Wand hängende runde Gebilde zu sehen. Das waren zwei Schallschalen, u. a. für Münzfernsprecher. Unmittelbar rechts von diesen war ursprünglich der Zugang zu einem schmalen Flur zu den linksseitig gelegenen Dienstzimmern der Benutzungsabteilung. Dieser Flur ist heute in den offenen Ausleihbereich integriert. Im Hintergrund rechts sind zwei rechteckige hochformatige Lichtflächen: Das ist der Tageslichteinfall von dem dahinterliegenden Treppenhaus, das ebenerdig ins Freie oder im 1. Stock in den Übergang zum Rechenzentrum führt. Die Eingangshalle fungiert nicht nur als Zugangsbereich zu den zentralen Einrichtungen der Bibliothek, sondern sie ist auch eine Durchgangsstation des Weges, der vom nördlichsten Bereich des Philosophicums über das Rechenzentrum in den südlichsten Gebäudeteil der Universität führt.

Bild 3: Zum Verfahren am Ausleihschalter der Lehrbuchsammlung: Der Benutzer holte sein Buch selbst aus dem Regal, füllte handschriftlich einen Leihschein aus (Tisch und Schreibtisch siehe oben) und gab diesen der Mitarbeiterin. In den Zettelkästen dieses Schalters wurde der Leihschein als Beleg eingeordnet. Bei Rückgabe des Buches wurde er dem Benutzer ausgehändigt. Das Personal stellte das Buch wieder in die Lehrbuchsammlung ein.

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