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Blended Intensive Programmes (BIPs)

Durch die BIPs (Blended Intensive Programmes) sollen die Nutzung innovativer Lern- und Lehrmethoden gefördert und die Möglichkeiten der Online-Kooperation genutzt werden. Die Beantragung ist unkompliziert und erfolgt über das International Office der Universität Regensburg. Die Koordination geht von Akademikern und Akademikerinnen in den Fakultäten aus.

Die Teilnahme an BIPs eignet sich vor allem auch für Studierende, die aufgrund persönlicher Umstände nicht an einer Langzeitmobilität teilnehmen können.

Antragstellung

Bitte beachten Sie unbedingt die Präsentation Informationen zur Antragstellung im hellblauen Kasten, bevor Sie mit dem Ausfüllen des Antragsformulars beginnen!

Bei der Antragstellung muss zwischen BIPs, die an der UR stattfinden, und BIPs, die an Erasmus+ Partnerhochschulen koordiniert werden, unterschieden werden.

  1. UR als koordinierende Institution (= BIP an der UR):
    Interessensbekundungen für BIPs, die im folgenden akademischen Jahr unter Regensburger Koordination durchgeführt werden sollen, sind per E-Mail bis zum 30. Januar an die Erasmus+ Koordinatorin im UR International Office zu richten.
  2. UR als teilnehmende Institution (= BIP findet beim Partner statt):
    Für BIPs, die an Erasmus+ Partnerhochschulen koordiniert werden, ist das Antragsformular spätestens 6 Monate vor Programmbeginn im UR International Office einzureichen. Mit Programmbeginn ist der Start der virtuellen Phase gemeint.

Erfahrungen / Testimonials

BIP an der Universität Zagreb, Kroatien

Molecular Innovation: Function Beyond Sweetness

Zagreb, 16.03.2026 - 20.023.2026

Fachliche Weiterbildung und internationale Zusammenarbeit

Das Blended Intensive Programme (BIP) zum Thema „Molecular Innovation: Function Beyond Sweetness“ begann mit einer mehrtägigen virtuellen Phase, in deren Rahmen sich die Teilnehmenden erstmals kennenlernen konnten. Fachvorträge von Professoren europäischer Universitäten – darunter die University of Zagreb, die University of Toulouse, die University of Lodz, die University of Aveiro sowie die Universität Regensburg – vermittelten grundlegende Inhalte und schufen zugleich eine offene und kooperative Arbeitsatmosphäre. Neben fachlichen Impulsen wurden auch organisatorische Aspekte des Programms abgestimmt.

Die anschließende Präsenzphase an der Universität Zagreb zeichnete sich durch eine gelungene Verbindung von theoretischer Vertiefung am Vormittag und praktischer Laborarbeit am Nachmittag aus. Im Fokus stand Zucker sowie dessen physikalisch-chemische Eigenschaften und vielfältige Anwendungsbereiche, die deutlich über den klassischen Einsatz als Süßungsmittel hinausgehen. Die im Labor gewonnenen Ergebnisse wurden mithilfe moderner analytischer Methoden wie NMR-Spektroskopie, Pulverdiffraktometrie und Gaschromatographie ausgewertet. Diese Kombination aus experimenteller Praxis und fundierter Analyse ermöglichte einen vertieften Einblick in aktuellen Fragestellungen der Material- und Lebensmittelchemie.

Gruppenfoto Foto: UR/Arno Pfitzner
Studierende im Labor Foto: UR/Arno Pfitzner
Foto: UR/Arno Pfitzner

Interkultureller Austausch und persönliche Entwicklung 

Neben der fachlichen Komponente bildete der interkulturelle Austausch einen zentralen Bestandteil des Programms. Durch gemeinsame Aktivitäten, wie Museumsbesuche oder die Teilnahme am „Festival of Lights“ in Zagreb, ergaben sich zahlreiche Gelegenheiten zum informellen Austausch mit Studierenden aus verschiedenen europäischen Ländern. Diese Begegnungen förderten nicht nur das gegenseitige Verständnis, sondern trugen auch wesentlich zur Entwicklung interkultureller Kompetenzen bei.

Darüber hinaus bot das Programm ausreichend Raum, die Stadt Zagreb eigenständig zu erkunden und die neu geknüpften Kontakte auch außerhalb des offiziellen Rahmens zu vertiefen.

Fazit

Die Teilnahme am Blended Intensive Programme in Zagreb stellte sowohl fachlich als auch persönlich eine äußerst bereichernde Erfahrung dar. Neben der Erweiterung wissenschaftlicher Kenntnisse konnten wertvolle internationale Kontakte geknüpft und interkulturelle Kompetenzen gestärkt werden. Eine Teilnahme an vergleichbaren Programmen kann daher uneingeschränkt empfohlen werden.

Text: Florian Michalik
 

BIP an der Medizinischen Fakultät der Karlsuniversität, Tschechien

Discovery of Bioactive Peptides from Mushrooms

Pilsen, 24.06.2024 - 28.06.2024

Austausch und Forschung

Im Rahmen des Blended Intensive Programme (BIP) (Erasmus+ Angebot) zum Thema „Discovery of Bioactive Peptides from Mushrooms" reisten acht Studierende des Lehrstuhls für Molekulare und Zelluläre Anatomie der Universität Regensburg nach Pilsen, Tschechien, zur dortigen Medizinischen Fakultät an der Charles Universität.
Das von der Europäischen Union geförderte Programm zwischen der Charles University (Tschechien), Cittadella University (Italien), CY Cergy Paris University (Frankreich) und der Universität Regensburg (Prof. Dr. Silke Härteis) bot eine Plattform für interdisziplinären Austausch und innovative Forschung. Organisiert vom Lehrstuhl für Pharmakologie und Toxikologie der Charles Universität (Standort Pilsen), Fakultät für Medizin, kamen Wissenschaftler aus vier Nationen (Deutschland, Italien, Frankreich und Tschechien) zusammen, darunter Biotechnologen, Chemiker, Mediziner und Biologen.
Dank des engagierten Teams vor Ort, insbesondere Prof. Radek Kucera und Dr. Shashank Pandey, konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Potenzial bioaktiver Peptide aus Pilzen, insbesondere deren Einfluss auf die Gesundheit, vertraut machen.

Theorie - virtuell

Durch eine eineinhalbwöchige virtuelle theoretische Einführung durch Professorinnen und Professoren aller beteiligten Universitäten wurden die Studierenden auf die Thematik des BIP vorbereitet. So wurden fachliche Diskussionen angestoßen, die im Präsenzteil vertieft werden konnten.

Praxis - vom Wald ins Labor

Am ersten Tag stand der Besuch eines lokalen Waldes zum Sammeln von Pilzen auf dem Programm. Dies förderte nicht nur die Teambildung, sondern lieferte auch das Material für die Experimente der folgenden Tage. In den modernst ausgestatteten Laboren konnten die Teilnehmer Methoden zur Identifizierung von Peptiden mit antimikrobiellen und antioxidativen Eigenschaften „hands on“ kennen lernen. Methodisch wurden unter anderem Peptide isoliert und mittels Massenspektrometrie analysiert sowie in Bakterien und Zellkulturen als Wirkstoffe getestet.

Kultur und Freizeit

Dank der engagierten Studierenden aus Pilsen wurde auch ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm geboten. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, die lokale Küche zu probieren und die schönsten Ecken der Stadt sowie die umliegende Natur zu erkunden.

„Insgesamt war dieser BIP-Aufenthalt ein großer Erfolg, der sowohl fachlich als auch menschlich bereichernd war“ – so Sandra Maurer, Masterstudentin in der Arbeitsgruppe von Frau Prof. Dr. Silke Härteis an der UR.

BIP an der Université Lumière Lyon 2, Frankreich

Intercultural Learning Through Sociopragmatic Norms

Lyon, 13.05.2024 - 19.05.2024

Pragmatik und Interkulturelles Lernen

Mit dem Ziel ihre Kenntnisse im Bereich Pragmatik und interkulturellem Lernen zu vertiefen, nahmen 13 Studierende der Universität Regensburg an einem ERASMUS Blended Intensive Programme teil. Das einwöchige Programm fand an der der Université Lumière Lyon 2 statt und war eine Kooperation der französischen Universität, der Universität Regensburg (Deutschland) sowie der Aristotle University Thessaloniki (Griechenland). Die Teilnahme der Regensburger Studierenden organisierte und begleitete Frau Amelie Moser aus dem Institut für Romanistik.

Verschiedenste Fachrichtungen und Nationalitäten waren vertreten, das Workshopformat mit vielen interaktiven Elementen bot einen idealen Rahmen für die Studierenden und Lehrenden aller drei Universitäten, sich auszutauschen und die besprochenen Theorien und Konzepte in der Praxis des interkulturellen Austauschs gleich zu testen.

Verknüpfung von Theorie und Praxis

Der Begegnung gingen drei Online-Sitzungen voraus, in denen die grundlegenden Theorien und Begriffe der Pragmatik vermittelt wurden. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Speech Act Theorie und den Konversationsmaximen nach Grice. Die Studierenden legten in dieser Onlinephase auch ein Korpus verschiedener Dialoge aus ihrem Alltag an, wobei auch erlebte Interaktionen, bei denen interkulturelle Unterschiede eine Rolle spielten, in einer eigenen Sektion gesammelt wurden.

Dieses Korpus wurde Ausgangsbasis der praktischen Anwendung in der Präsenzphase in Lyon. Im Laufe der fünf Workshoptage wandten die Studierenden aller drei Universitäten die gelernten Theorien und Modelle auf ihre eigenen gesammelten Beispiele an und analysierten die geschilderten Interaktionssituationen unter verschieden Gesichtspunkten (z.B. mit der Fragestellung, welche Konversationsmaximen verletz wurden und welcher kommunikative Zweck dadurch zum Ausdruck kommt). Ziel war es, Unterschiede im Bereich Pragmatik zwischen unterschiedlichen Sprachen und Kulturen sicht- und erlebbar zu machen. Dabei wurde in internationalen Gruppen zusammengearbeitet und diskutiert.

Jeder Kurstag begann mit einer mehrsprachigen Sprachanimation mit Deutsch, Französisch und Griechisch. Anschließend wechselten Inputphasen, mit Gruppenarbeitsphasen, in denen die Studierenden sich auch auf kreative Weise mit dem Thema Stereotype auseinandersetzen.

Kultur und Austausch

Neben den fachlichen Aktivitäten wurden von der Université Lumière Lyon 2 Stadtführungen organisiert, die den begeisterten Studierenden erlaubten, die Stadt zu erkunden. Ein großes gemeinsames Picknick am Musée des Confluences bot zudem die Möglichkeit, sich auch mit den Studierenden anderer parallel stattfindender Blended Intensive Programmes aus verschiedenen anderen Ländern auszutauschen.

Stimmen

  • Das BIP Seminar war eine Bereicherung für uns alle. Wir haben während unserer Zeit sehr viel erleben und mitnehmen dürfen. Die Stadt an sich ist wunderschön und auch im Seminar hatten wir die Gelegenheit, neue Sprachen, Kulturen und Sichtweisen kennenzulernen. Ich kann es jedem nur empfehlen!“ 
    (Danái, Studentin im Lehramt an der UR und Teilnehmerin am BIP)
  • Die Woche war für mich eine unglaublich bereichernde Erfahrung. Die zahlreichen Gespräche und gemeinsamen Aktivitäten in dieser internationalen und vielfältigen Gruppe waren für mich ein enormer Zugewinn und ich konnte zahlreiche neue Freundschaften und Kontakte auch über unsere Landesgrenzen hinaus knüpfen. Auch fachlich war das BIP für mich ein voller Erfolg und ich habe vieles über interkulturelle Kommunikation und Pragmatik gelernt und meine Kompetenzen definitv ausgebaut. Alles in allem eine grandiose Woche. Sehr empfehlenswert!"
    (Marie, Bachelorstudentin der UR und Teilnehmerin am BIP)
  • "Während des BIP Seminars in Lyon konnte ich nicht nur internationale Freundschaften knüpfen, sondern auch an einem äußerst interessanten Programm teilnehmen. Besonders die spannenden Themen im Bereich Pragmatik haben mich fasziniert und meinen fachlichen Horizont erweitert. Zusätzlich bot die wunderschöne Stadt Lyon eine perfekte Kulisse für diese einzigartige Erfahrung, die sowohl auf persönlicher als auch auf akademischer Ebene bereichernd war."
    (Kevin, Student im Lehramt an der UR und Teilnehmer am BIP)

Kontakt

Maria Grotz

Stv. Referatsleitung und Programmkoordination Erasmus+

Foto: UR / Elias Wiedemann

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